Tag 7, 28. Dezember 2009
Eine eindrucksvolle Form von Tapferkeit
KABUL Ein gepanzertes Fahrzeug bringt mich zum Kabuler Flughafen, von dort wird es über Termez zurück nach Köln gehen. Für manche Gespräche, etwa mit dem Polizeiausbilder, hätte ich mir mehr Zeit gewünscht. Aktuelle Warnungen treffen ein: Raketenbeschuss auf das Hotel Serena, Sprengladung auf einem weißen Pick-up vor dem amerikanischen Camp, zwei Gruppen mit Sprenggürteln in Kabuls Zentrum. Der letzte Eindruck: In der afghanischen Hauptstadt ist es weitaus gefährlicher als in der Provinz.
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Verleihung von Tapferkeitsmedaillen in Kabul
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Kurz vor dem Abflug denke ich an die letzten Stunden in Kabul. Oberst Joachim Bohn, Kommandeur der deutschen Streitkräfte in Kabul, hatte mich am Morgen zu einem Arbeitsfrühstück in der so genannten Oase der Stützpunkt-Lagerhalle eingeladen. Die Oase ist eine Betreuungseinrichtung der Militärseelsorge, ein Ort des Rückzugs, um Ruhe vom Einsatzalltag zu finden, dekorierte Friedlichkeit. Auch ganz persönliche Gespräche sind hier möglich. Und wer hätte in diesem Einsatz nicht hin und wieder Sorgen? Die Familie, die Kinder, der Partner – alle sind weit weg, auch wenn das Internet den Trennungsschmerz manchmal ein wenig lindert. Auch dies bleibt hängen nach einer Woche bei den deutschen Soldaten in Afghanistan: eine sehr eindrucksvolle Form von Tapferkeit.  |
| Auf dem Panzer in Kabul |
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Weiterführende Links:
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