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Freitag, 7. Oktober ►Berufsinformationsbörse Wismar: Geeignete Bewerber eine echte Wertanlage

Wenn es um Jugend und den Arbeitsmarkt geht, hält sich ein Gerücht hartnäckig. Dieses Gerücht heißt: Es gibt zu wenig Lehrstellen. Sicher, das war einmal so, inzwischen aber ist es umgekehrt: Die Unternehmen haben häufig große Mühe, geeignete Bewerber zu finden. Es gibt zu viele offene Lehrstellen.

Heute habe ich die 16. Berufsinformationsbörse des Arbeitskreises Schule & Wirtschaft Wismar & Nordwestmecklenburg in der Reithalle Wismar besucht. Mehr als 60 Firmen, Institutionen, Bildungsträger, Vereine und Hochschulen präsentierten dort ihre Angebote. Und das Interesse war gewaltig. Für viele Schulklassen aus Wismar und Nordwestmecklenburg war die Börse ein Pflichttermin. Kein Wunder. Mit dem Berufsleben ist es ja immer so: Es scheint, mit den jugendlichen Augen betrachtet, sehr weit weg zu sein – und kommt doch immer früher als gedacht. Ich habe mich sehr gefreut, wie groß das Interesse war und wie oft potenzielle Bewerber mit Arbeitgebern ins Gespräch kamen. Schneller und direkter, ganz ohne Bewerbungsschreiben, ist das ja kaum möglich. Genau dafür werden solche Messen organisiert – gut so!

Und ein paar vertraute Gesichter habe ich auch wiedergesehen: Andreas Manz, den Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg, meinen Parteifreund Günter Marx von der Debeka und viele, viele Schüler vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wismar.

Übrigens, liebe Schüler und Eltern, auch am Sonnabend ist die Berufsinformationsbörse von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Schauen Sie vorbei, es lohnt sich! Weitere Informationen finden Sie hier.  


Montag, 26. September ► Neuland für die Tochter eines Feuerwehrmanns

Ich bin ja die Tochter eines Feuerwehrmanns und fühle mich in der Welt der C-Schläuche, Generatoren, Pieper, Blaulichter und Martinshörner seit Kindesbeinen zu Hause. Das, was sich am Sonnabendnachmittag auf der Insel Poel abspielte, war dann trotzdem noch einmal Neuland für mich. Einen Löschangriff in dieser Dimension hatte ich noch nie erlebt: 174 Mannschaften und 1.800 Feuerwehrleute – Frauen wie Männer – kämpften am Schwarzen Busch um den Inselpokal.  Diesen Wettstreit, vielleicht der größte in Deutschland, gibt es bereits seit zwölf Jahren – und doch gab es diesmal eine Premiere.

Diesmal waren nicht nur Mannschaften aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Thüringen an die Küste gereist – es kamen auch die Wikinger. Die Schweden aus Poels Partnerstadt Hammerö hatten sich aufgemacht, um den Inselpokal zu erbeuten, liehen sich die Feuerwehrtechnik made in Germany und träumten vom Sieg. Eine Chance hatten sie im ersten Anlauf freilich nicht. Bei den Männern siegte das Team aus Zella in Thüringen, bei den Frauen ging der Pokal ins hessische Mengelrode. Ich durfte die Trophären überreichen.

   

Als Feuerwehrtochter weiß ich natürlich auch, was die Männer (und wohl auch die Frauen) nach so einem Wettkampf brauchen. Ich habe neulich gelesen, dass ein Kollege von mir bei einem Besuch im Wahlkreis den Anwesenden eine große Freude zu machen glaubte, als er ihnen einen Bundestagsbildband schenkte. Der Kollege wurde ordnungsgemäß ausgebuht.

Ich hatte also drei Kästen Bier aus meiner Geburtsstadt Lübz mitgebracht. Merke: Mit Löschwasser liegt man bei Feuerwehrleuten nie ganz falsch. 

   

Eingekleidet in Tradition

 

Bürgermeister Detlef Hitzigrat stieß auf ein gelungenes Erntedankfest an.

Auch in Selmsdorf war am Sonnabend einiges los. Tausende waren gekommen, um das Kreiserntedankfest zu feiern. Es begann aber mit einem Schock: Ein Kutscher hatte vor dem Start des Festumzugs die Kontrolle über seine beiden Pferde verloren. Das Gespann schleifte einen 13-jährigen Trommler vom Lübecker Spielmannszug mit, der daraufhin ins Krankenhaus gebracht werden musste.  Weil ich weiß, wie viel Zeit und Kraft es kostet, solch ein Kreiserntedankfest zu organisieren, war ich in diesen Sekunden in Gedanken auch bei den vielen Helfern, die alles vorbereitet hatten. Der Unfall hatte dem Fest ein bisschen die Leichtigkeit geraubt – zum Glück nur vorübergehend. Es wurde dann doch noch kräftig gefeiert im Dorfpark – mit Erntebier, Erntekrone, Hüpfburg, Ernteball und Feuerwerk.  

Und dem Trommler wünsche ich, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.


Montag, 5. September ►Was die Politik von Politikern erwartet

Ich gebe zu: Ich habe schon besser geschlafen als in der vergangenen Nacht. Es war nicht so, dass ich unaufhörlich Schafe gezählt hätte, aber die Wahlergebnisse vom Sonntagabend spukten natürlich in meinem Kopf herum – so ist es, wenn man sich wie ich der Politik mit Leib und Seele verschrieben hat.

Ja, das Wahlergebnis bei der Landtagswahl tut weh: 23,1 Prozent für die CDU im Nordosten sind enttäuschend – gerade wenn man bedenkt, dass das Land heute so gut dasteht, weil es nicht mehr rot-rot regiert wird.

Dass ich doch noch ein wenig Schlaf gefunden habe, hat sicher damit zu tun, dass es auch Erfolge gibt. Ich denke vor allem an meinen Parteifreund Wolfgang Waldmüller, der seinen Wahlkreis verteidigt hat und weiterhin die Region Parchim im Schweriner Landtag vertritt.

Niederlagen gehören zum politischen Leben; kein Politiker der Welt ist frei von Wunden. Gestern Abend war ich nicht nur als CDU-Kreisvorsitzende unterwegs, sondern hatte auch manchen Kandidaten zu trösten, der sich mehr ausgerechnet hatte.

Einmal öfter aufstehen als man hinfällt – auch das verlangt die Politik. 


Mittwoch, 24. August ► Ein positiver Sturkopf erobert Rom 

Mit Moderator Gert Steinhagen (l.), Spitzenkandidat Lorenz Caffier, Landratskandidatin Gudrun Stein und Finanzminister Wolfgang Schäuble

Wenn es in der deutschen Politik Männer gibt, die von sich behaupten können, die Geschichte mitgeschrieben zu haben – dann ist Wolfgang Schäuble einer von ihnen. Schäuble mischt seit 1972 in der Bundespolitik mit, er verhandelte 1990 den Einigungsvertrag, er war Kanzleramtsminister und gleich zweimal Innenminister. Im Herbst seiner Karriere – Schäuble ist Jahrgang 1942 – hat er ein Amt übernommen, das zu den schwierigsten gehört, die die Politik zu vergeben hat. „Der Finanzminister, der populär sein möchte, hat seinen Beruf verfehlt“, sagte einmal der amerikanische Politiker Robert B. Anderson (1910 bis 1989). 

   

 Fast 100 Besucher waren nach Rom gekommen.

 

Mit Ulrike Hunz, Inge Arnhold, Marco Rexin, Jochen
Koch und Olaf Steinberg (v.l.)

Finanzminister werden selten geliebt, auch, weil sie oft kein Geld herausrücken wollen (oder können). Wolfgang Schäuble spielte bei seinem Auftritt am Montagabend in meinem Wahlkreis mit diesem Ruf. Er gelte ja als stur, so Schäuble über Schäuble vor fast 100 Zuhörern in Rom. „Aber ist das wirklich Sturheit, wenn man übermorgen noch weiß, was man vorgestern gesagt hat?“

Über Geld spricht man ja angeblich nicht – und über Schulden erst recht nicht. Der Finanzminister sprach über beides, natürlich fachkundig, aber nicht trocken, sondern verständlich und zudem unterhaltsam, bisweilen auch selbstironisch, als er verkündete, sein Englisch sei nicht besser als sein Hochdeutsch.

Die Euro-Krise und die Schuldenbremse im Grundgesetz waren die großen Themen in Rom. Schäuble verteidigte die gemeinsame Währung, die Deutschland als Exportnation viele Vorteile bringe. Und er kündigte an, das der Abbau der Schulden für ihn weiterhin vorrangige Aufgabe sei.

Nun erlebe ich Wolfgang Schäuble oft auch in Berliner Sitzungen. Aber ihn im Wahlkreis zu haben, ist doch noch einmal etwas anderes. Schließlich sind wir gerade im Wahlkampf – und die Antworten, die der Finanzminister gab, passten zu den Fragen, die uns gerade gestellt werden. Dieser Auftritt war aktive Wahlkampfhilfe – dafür habe ich ihm gedankt. 


Mittwoch, 24. August ► Eine saubere Sache für die dritte Glocke

Als Sportpolitikerin weiß ich, dass der Radsport gegenwärtig keinen sehr guten Ruf hat. Die besten Profis der Branche sorgen immer wieder mit Dopingskandalen für Schlagzeilen. Und natürlich fahren sie für sich – schließlich leben sie von Erfolgen. Wer siegt, verdient. Die Teilnehmer der Radtour des CDU-Ortsverbandes Lübow am Sonntagnachmittag waren nicht nur sauber und zahlten sogar eine Startgebühr. Im Ziel, gestärkt mit Schwein am Spieß und selbstgebackenen Kuchen, spendeten sie auch noch für die dritte Glocke der Lübower Kirche. Denn bis weit ins 20. Jahrhundert hatte das Gotteshaus einen Dreiklang besessen.

   

Um die Spendenfreude ein wenig  zu fördern, hatte ich einen besonderen Preis mitgebracht: einen Fußball, den mir Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Wahlkampfauftritt am 18. August auf der Bühne am Schuhmarkt signiert hatte. Am Ende kamen so 553 Euro für die neue Glocke zusammen. Insgesamt sind es bislang 10.000 Euro. Es fehlen noch gut 8.000 Euro. Und den Ball mit dem Autogramm der Kanzlerin hielt die Frau, die ihn gewonnen hatte, ganz, ganz fest. Wenn auch Sie mithelfen wollen – hier finden Sie den aktuellen Spendenaufruf der Kirchgemeinde. Dort erzählt der Kirchenälteste Dr. Johannes Fischer auch, was die Lübower bislang unternommen haben, um ihrer Kirche wieder den harmonischen Dreiklang aus dem Mittelalter zurück zu geben.

   

Landtagskandidatin sammelt, Landratskandidat
spendet: Christiane Berg und Dr. Erhard Huzel
im Einsatz für den guten Zweck.

 

Im Ziel: Dr. Erhard Huzel, CDU-Ortsvorsitzende Sabine
Wischer und Kreistagskandidat Guido Wunrau (v.l.)


Freitag, 19. August ► Das Heimspiel der Kanzlerin

Der Kaiser ist berühmt für seine Pünktlichkeit. Franz Beckenbauer verspätet sich zu Terminen selten und ungern, obwohl man davon ausgehen darf, dass ein Legende wie er hin und wieder doch von Verehrern (und bestimmt auch Verehrerinnen) aufgehalten wird. Auch die Kanzlerin kam – fast – pünktlich: Gerade einmal drei Minuten später als angekündigt landete Angela Merkel gestern Nachmittag im Hubschrauber der Luftwaffe auf dem Parchimer Flughafen.  Und auch bei ihr darf man davon ausgehen, dass man sie ungern gehen lässt. Am Vormittag hatte die Regierungs-Chefin noch beim Festakt anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden gesprochen – jetzt wollte sie auf dem Parchimer Schuhmarkt wahlkämpfen.

Nun hängt mein Herz (und natürlich auch mein Verstand) am Parchim International Airport ganz besonders. Wie sollte es auch anders sein? Die vielen Jahre als Aufsichtsratschefin des Flughafens und manche Schlacht im Kreistag, die Zweifel der anderen, die ich überzeugen musste, dieses Pfund nicht leichtfertig aufzugeben – all das hat mich geprägt. Deshalb war es für mich ein besonderer Augenblick, Angela Merkel dort zu empfangen.

Für die wenigen Schritte vom Auto bis zur Bühne brauchte sie dann beinahe so lange wie für die Fahrt vom Flughafen zum Schuhmarkt. Wie in Zeitlupe bewegte sich Merkel vorwärts, schüttelte Hände, plauderte, posierte für Fotos und genoss erkennbar dieses Heimspiel. Für meine Begrüßungsrede hatte mir das Verfassungsgericht in Greifswald am Vormittag noch eine Steilvorlage geliefert, als es die Beschwerden gegen die Kreisgebietsreform ablehnte. Und dass die Landkreise Parchim und Ludwigslust zusammenwachsen werden, weiß ich. Die Menge jedenfalls jubelte – und dort stand auch der ein oder andere Boizenburger, Wittenburger und Zarrentiner.

Eine halbe Stunde sprach Angela Merkel anschließend zu den 1500 Zuhörern und wechselte immer wieder den Ton: Mal gab sie die Welt-Staatsfrau, die seriös ihre Politik in der Euro-Krise erklärt. So verteidigte sie ihre Forderung nach einer Schuldenbremse in allen 17 Euro-Staaten. „Alle Länder in der Euro-Zone müssen auch so eine Schuldenbremse haben und sich verpflichten.“ Dann schlüpfte sie in die Rolle der Wahlkämpferin, die austeilt und die Erfolge der CDU im Nordosten lobt. Am Ende wurde alles eins, weil in einer globalisierten Welt vieles eng verflochten ist. „Wir wollen ein Haus Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und Europa aufbauen, das auf einem starken Fundament steht.“


Mittwoch, 10. August ► Vom Wahlkampf in die Waagerechte

Heute melde ich mich aus der Waagerechten, denn eine ziemlich brutale Bronchitis hat mich weitgehend ans Bett gefesselt. Schmerzlindernd wirken nicht nur die Medikamente, die ich zu mir nehmen muss. Ein bisschen kurieren mich auch die Erinnerungen an die vielen, vielen Begegnungen der vergangenen Tage. Zwar befindet sich der Bundestag in der parlamentarischen Sommerpause, die Abgeordneten aber sind trotzdem viel unterwegs in ihren Wahlkreisen. Und noch ein wenig fleißiger sind sie in diesen Wochen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Hier wie dort wird nämlich im September gewählt, wobei die Hauptstädter das leichtere Programm haben. Während es in Berlin am 18. September nur um das Abgeordnetenhaus und den neuen Regierenden Bürgermeister geht, haben wir in MV gleich eine Dreierwahl: Landtag, Landräte und Kreistage werden neu bestimmt.

In den vergangenen Tagen habe ich immer wieder unseren CDU-Spitzenkandidaten, Innenminister Lorenz Caffier, auf seiner Wahlkampftour begleitet. Wir besuchten die Firma Drehtainer im Megapark Valluhn, die auch Kühlcontainer für die Bundeswehr in Afghanistan herstellt, das Werk der Parchimer Hydraulik Nord Fluidtechnik GmbH und den Hof des Milchviehbauern Peter Guhl in Vorderhagen bei Boizenburg. Bei vielen Terminen, etwa beim Quellfest in den Ruhner Bergen am vergangenen Sonnabend, war auch die Lübzer Bürgermeisterin Gudrun Stein dabei, die als Landrätin des neuen Großkreises kandidiert.

Nun gönne ich mir eine kleine Verschnaufpause. Diese Bronchitis scheint mit mir einmal im Jahr ein festes Date zu haben – nur dass ich das mal wieder nicht im Terminkalender hatte. 

(Foto: Bernd Möschl)


Sonnabend, 16. Juli ►Sommerpause - Was ist das denn?

Ich weiß nicht, wer das Wort „Sommerpause" erfunden hat, ich war es nicht. Mein Sommer wird durch die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern dominiert. Landtagswahl, Landratswahl und Kreistagswahl. Wir sind mit unseren Kandidaten von Ort zu Ort unterwegs und unterstützen, wo es nur geht. Auch in Nordwestmecklenburg haben die Kandidaten um Hilfe gebeten. Und ich tue das natürlich gerne. Allerdings ist der Kalender somit randvoll, und für Pausen oder Urlaub bleibt wenig Zeit. Ich werde mit meinem Mann Kurt für ein paar Tage nach Kopenhagen fahren, wo ich im Mai mit der Landesgruppe quasi auf Durchreise war. Ich hatte mir fest vorgenommen, diese traumhaft idyllische Hauptstadt noch einmal zu besuchen und bei dieser Gelegenheit auch gleich Rungstedlund, den Geburtsort meiner Lieblingsschriftstellerin Tania Blixen.

In der vergangenen Woche war ich also ausschließlich in der Heimat unterwegs. Und das ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Hier kennt jeder jeden, endlich hat man mehr Zeit zum Reden.

Der Unternehmer Thomas Bockhold lud mich in seinen Stammsitz der Firma Fahrzeugwerk und Umwelttechnik GmbH ein und beeindruckte mich tief mit seinem Engagement für die Region. Er selbst kam gerade von einer Reserveübung in Torgelow und nahm sich dennoch sehr viel Zeit, um mir viele Fragen im Detail zu beantworten. Wir sehen uns wieder, wenn Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière in Mecklenburg weilt, und freuen uns auf ein Wiedersehen. 

   

Rettungsfahrzeug für Einsätze der UNO

 

Direkt von der Wehrübung zum Werksrundgang: Thomas Bockhold

Cornelius Taetow, Pfarrer für die Kirchengemeinden Mestlin, Techentin und Kladrum, hat ein Sorgenkind, die kleine Dorfkirche in Hohen Pritz, ein Juwel, das allerdings einzustürzen droht, wenn nicht noch Hilfe herbei eilt. In diesem Fall hat Hilfe einen Namen und heißt „Geld“. Dieser schlichte Feld- und Backsteinbau hat finanzielle Hilfe nicht nur nötig, sondern auch verdient. Diese Kirche lebt, denn seit dem Zweiten Weltkrieg besiedelten Flüchtlinge aus Ostpreußen und Bessarabien die ehemalige Domäne Hohen-Pritz. Sie prägen noch heute mit ihrer Frömmigkeit das kirchliche Leben. Diese Gotteshäuser sind historische Visitenkarten unserer Region und wie Perlen auf einer Kette. Diese Perle darf nicht fehlen.

Alle Jahre wieder trifft man sich in Plau am See, denn es ist die „Zeit der Badewannen“. Kaiserwetter, gute Stimmung, Hunderte Einheimische, aber eben auch Touristen aus der Ferne lassen sich dieses Spektakel schon seit vielen Jahren nicht mehr entgehen und lernen unsere reizvolle Wasserlandschaft kennen. In diesem Jahr waren wir mit Lorenz Caffier, unserem Innenminister und Spitzenkandidaten für die Wahl zum Ministerpräsidenten, unterwegs. Ich war platt, wie viele Menschen ihn im Getümmel sofort erkannten und ihn vor allem auch, ohne zu zögern ,ansprachen. Er ist eben ein sehr bürgernaher Mensch, offen, unkompliziert und liebenswert. Nun ja, er ist halt mein Freund. 

   

Die Besucher an der Elde zwischen Hühnerleiter und
Hubbrücke in freudiger Erwartung der Badewannenschiffe

 

CDU-Spitzenmann Lorenz Caffier (l.) mit Rüdiger
Hoppenhöft, Chef der Plauer Christdemokraten

   

   

Gerd-Holger Golisz, Wotan Drescher, Kurt Strenz (v.l.) ...

 

... weitere fleißige Helfer ...

 

... und die Kandidatin Gudrun Stein höchstpersönlich

Schnell ist eine Woche rum, das Landeskommando in Schwerin wartete auf mich, ebenso besuchte ich das Kreiswehrersatzamt, dessen Mitarbeiter vor neuen Herausforderungen stehen und daher viele offene Fragen zur Bundeswehrreform hatten. Bürgersprechstunde in Wismar, Wahlkampfunterstützung im Landkreis Nordwestmecklenburg, ein Treffen mit alten Freunden aus der Kreistagsfraktion - ein Termin jagt augenblicklich den nächsten.


Montag, 11. Juli►Reitturnier und Frauenfußball

Am Wochenende war ich zu Gast bei den 16. Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten, die traditionell in Sukow bei Schwerin stattfinden. Das für Menschen etwas trübe Sonntagswetter war für Ross und Reiter optimal. Und ein Bierchen des Sponsors Willi Horn von der Lübzer Brauerei schmeckt ja bei jedem Wetter. Zu meiner großen Freude habe ich dort Heike Remer (im Bild rechts) wiedergetroffen, die Frau des Präsidenten des Landessportbundes, Wolfgang Remer, den ich bei zahlreichen Sportveranstaltungen immer mal wieder sehe. Die Entscheidung im Springen war übrigens spannend und fiel erst im Stechen. Auf Fußball übertragen ist das die Verlängerung, und damit sind wir bei dem „Turnier“, das unter den anwesenden Frauen im Mittelpunkt stand:

Bei der Frauen-Fußball-WM rechnete jeder mit fehlerfreien Durchgängen der deutschen Mannschaft. Die Hinrundenspiele wurden gemeistert, und dann das: Viertelfinale gegen Japan (übrigens auf Platz 4 der Weltrangliste), eine gehemmt und nervös spielende deutsche Mannschaft, Verlängerung, 0:1, Aus. Ein Ende, das auch in der medialen Inszenierung nicht vorgesehen war. Mir tun unsere Mädels richtig leid. Auch Steffi Jones konnte ihre Trauer und Enttäuschung kaum in Worte fassen. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass „morgen die Welt vielleicht schon wieder besser aussieht“. Das ist genau der Punkt: Wichtiger als die sportliche Aufarbeitung ist es jetzt, dass wir ein guter Gastgeber bleiben. Die Frauen-Fußball-WM findet nicht deshalb in Deutschland statt, damit wir Weltmeister werden. Die Halbfinalspiele stehen an, und ich werde wie geplant am Sonntag das Endspiel live am Brandenburger Tor verfolgen. Und wer weiß, vielleicht werden die Japanerinnen ja Weltmeister – verdient hätte es das Land, das in den letzten Monaten so harte Rückschläge hinnehmen musste.


Spendengala des Wismarer DRK (30. Mai 2011)

Eine Gala ist natürlich schön – aber erst, wenn sie für einen guten Zweck ist, kann man sie überdies auch richtig ernst nehmen. Am Sonnabendabend war ich bei der fünften Gala des Wimarer Deutschen Roten Kreuzes. Gesammelt wurde für die neue Kindertagesstätte des Kreisverbands. Und wer gibt da nicht gern? Bei DRK denken wohl viele zuerst ans Blutspenden. Und natürlich ging es auch darum in der Alten Reithalle. Denn der Vorstandsvorsitzende Thomas Agerholm zeichnete jene aus, die den kleinen Pieker nicht scheuen und immer wieder spenden: inzwischen schon 50-mal oder 75-mal. 

Bedenkt man, dass jedes Mal ein halber Liter abgezapft wird, dann sind die eifrigsten Blutspender schon in der Maßeinheit „Fass“ angekommen. Und wenn wir über die Bedeutung von Ehrenamt und Engagement für unsere Gesellschaft reden, soll das nicht vergessen werden: sich immer wieder Zeit zu nehmen für den Blutspendetermin und für andere Menschen da zu sein, die Hilfe brauchen. Welchen Stellenwert die Wismarer DRK-Spendengala nach zehn Jahren hat, zeigte auch der Besuch von Werner Kuhn. Der ist immerhin Präsident des Deutschen Roten Kreuzes im Land.


CDU-Kreisverbände nominieren Kandidaten (13. Mai 2011)

Es war ein historischer Abend: Die CDU-Kreisverbände von Parchim und Ludwigslust haben in dieser Woche in Rom zum ersten Mal gemeinsam die Kandidaten für die Kreistagswahl  am 4. September gewählt. Es war ein echter Abstimmungsmarathon: Fast fünf Stunden dauerte es, bis die jeweils zehn Listenplätze für die elf Wahlkreise vergeben waren.

Wir werden mit sehr guten Kandidaten antreten, die sich schon lange in ihren Städten und Gemeinden engagieren und kommunalpolitisch ungemein erfahren sind. Es sind Frauen und Männer dabei, die wichtige Erfahrungen aus ihrem Arbeitsleben mitbringen: Unternehmer, Verwaltungsfachleute oder Lehrer. Die Mischung macht’s.

   

Ort der Marathonsitzung der beiden CDU-Kreisverbände:
der Römer in Rom

 

Mit der Ludwigsluster Kreischefin Maika Friemann-Jennert
Fotos: Jens Fengler

Für uns Christdemokraten aus Ludwigslust und Parchim war es bereits das zweite wichtige Treffen auf dem Weg zu einem gemeinsamen Kreisverband. Im November hatten die Mitglieder die Lübzer Bürgermeisterin Gudrun Stein zur Landratskandidatin  gekürt. Da wächst etwas zusammen. Derzeit ist ja viel von Stresstests die Rede. Wir haben unseren Stresstest längst bestanden. 

   

Alles im Griff: Die Lübzer Bürgermeisterin und Landrats-
kandidatin Gudrun Stein leitete die Wahlversammlung.

 

Gerd-Holger Golisz, Raina Basler und Inge Arnhold
(v.l.) von der Mandatsprüfungskommission

Gudrun Stein hatte nach ihrer Nominierung angekündigt, sie werde als Landrätin „die Kreise zusammenführen und die Menschen dabei mitnehmen“. In Rom bekam sie Gelegenheit, diese Aufgabe im Kleinen schon einmal zu meistern. Stein war Versammlungsleiterin, moderierte bei strittigen Abstimmungen und munterte die Erschöpften im Saal auf. Und am Ende des Wahlmarathons gab es noch Beifall im Stehen für die zehn Stimmenauszähler. Da ging es schon auf Mitternacht zu.


Feier zum 90. Geburtstag des Lübzer Sportvereins (30. April 2011)

Bei Fußballern rückt das Karriereende näher, wenn sie die 30 überschritten haben. Die Ausnahme - also Lothar Matthäus, der noch mit fast 40 Jahren in der Nationalelf spielte - bestätigt hier nur die Regel. Die Fachwelt kennt auch das ideale Fußballalter, das zwischen 27 und 29 liegt. Angeblich.  

Nun ist am Sonnabend gerade die Knabentruppe aus Dortmund – Durchschnittsalter: knapp über Stimmbruch und erstem Flaum am Kinn – Deutscher Meister geworden. Man könnte also davon ausgehen, dass die jungen Kerle noch besser werden und erst um 2020 herum ein anderer Verein als der BVB wieder Chancen auf den Titel hat – wenn Kevin Großkreutz, Sven Bender, Mats Hummels und Nuri Sahin nicht mehr im idealen Fußballalter sind, sondern ans Karriereende denken müssen.  

Sportler haben ein Verfallsdatum – Sportvereine nicht. Der Lübzer SV, einer der größten Vereine in Mecklenburg-Vorpommern, ist gerade 90 Jahre alt geworden – und munterer denn je. Gemeinsam mit unserer Landratskandidatin, der Lübzer Bürgermeisterin Gudrun Stein, war ich am vergangenen Freitagabend bei der Geburtstagsfeier. Und wir erlebten dann nicht weniger als eine „Weltpremiere“, wie der Vereinssportlehrer Uwe Ohlrich behauptete: Die zwölf  „Powerfrauen“ des Lübzer Sportvereins zeigten, dass Gymnastikbälle auch wunderbar klingen, wenn man mit Schlagstöcken auf sie eintrommelt.

       

Mein Geburtstagsgeschenk zum 90. waren übrigens die 300 Euro, die die Besucher meines Sommerfestes im vergangenen Jahr im Gegenzug für das WM-Tagebuch gespendet hatten.

Und weil man einen 90. Geburtstag unmöglich verpassen darf, habe ich am Freitagabend leider nicht den 17. Kreissporttag des Kreissportbundes Nordwestmecklenburg in Grevesmühlen besuchen können. Ich habe in meinem Grußwort aber versprochen, dass ich den Besuch nachholen werde.


Logistikkonferenz Parchim International Airport (11. März 2011)

In dieser Woche war ich wieder einmal in Sachen Parchim International Airport unterwegs. Die Export & Import Bank of China hatte gemeinsam mit dem Präsidenten des Flughafens, Jonathan Pang, zu einer Logistikkonferenz geladen. Zuvor fanden natürlich allerlei offizielle Gespräche mit der vielköpfigen chinesischen Delegation statt. Die Bank finanziert das Flughafenprojekt, das unsere ganze Region voranbringen wird. In diesen zwei Tagen wurde mir sehr bewusst, dass aus wenigen Flughafenanhängern sehr, sehr viele geworden sind. Ich bin sogar ein wenig sentimental geworden, schließlich war ich jahrelang Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens und habe seine Privatisierung mit vorangetrieben. Herr Wu, der Präsident der Export & Import Bank, lächelte, als ich ihm in größerer Runde erklärte, dass der Flughafen zwar viele Väter haben mag, aber eben nur eine Mutter.

   


Hanseschau in Wismar (7. März 2011)

Mecklenburg lebt! – so lautet der Titel meiner Homepage, und es stimmt! Dass wir uns vor anderen Regionen nicht zu verstecken brauchen, habe ich beim Besuch der Hanseschau in Wismar in der vergangenen Woche wieder ganz stark gespürt. Auf dem Festplatz am Bürgerpark gab es in acht Hallen viel zu sehen. An Themen mangelte es nicht, es ging um Gesundheit, Schönheit und Wellness, um den Wirtschaftsstandort Wismar, um Autos und Motorräder, um die Garten- und Pflanzenwelt, ums Landleben, Kochshow inklusive, sowie ums Bauen, Renovieren und Einrichten. Mehr als 200 Aussteller präsentierten sich, und tausende Besucher kamen von Donnerstag bis Sonntag zur Verbrauchermesse – laut Veranstalter übrigens die größte im Norden. In jedem Fall ist sie – auch im 20. Jahr – ein exzellentes Schaufenster für unsere Region. 

Mit Landtagskandidat Manfred Wahls, Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und Landratskandidat
Dr. Erhard Huzel (v.l.)


Theaterfahrt für Sternberger Kinder (13. Februar 2011)

Jedes Jahr organisiere ich gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Sternberger Seenlandschaft e.V. eine Theaterfahrt für die Kinder der Sternberger Tafel e.V. In diesem Jahr wurde die Premiere von „Till Eulenspiegel“ gezeigt. Das Stück war ein voller Erfolg und hat die Kinder wie Eltern begeistert. Das Stück besticht durch Humor, vollen Einsatz der exzellenten Schauspieler und eine kurzweilige Spielhandlung. Es gab mehrmals Szenenapplaus und am Ende wurden die Schauspieler mit lang anhaltendem Beifall für die hervorragende Spielleistung belohnt. Das Parchimer Theater hat wieder einmal seine Spitzenstellung als Kinder- und Jugendtheater unter Beweis gestellt. Die Kinder und Eltern waren begeistert von dem Ausflug und freuen sich bereits auf die Vorstellung im nächsten Jahr. 

Kinder und Eltern vor dem Theater - gleich beginnt die Aufführung.