Über Weihnachten 2009 habe ich die deutschen Soldaten in Afghanisten
besucht. Sieben Tage lang habe ich mit ihnen gelebt, um mir ein eigenes
Bild von ihrem schwierigen Einsatz zu machen. Ich war in Mazar-e-Sharif,
Kundus und Kabul. Ich habe mit Kommandeuren, Soldaten, Seelsorgern
und Polizeiausbildern gesprochen. An die Begegnungen werde ich mich
immer erinnern. An dieser Stelle will ich Ihnen erzählen, was ich erlebt habe.
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Auf dem Weg ins Zentrum von Mazar-e-Sharif |
Tag 1, 22. Dezember
"Turbulenzen sind das Salz in der Suppe“
KÖLN/TERMEZ Meine Reise beginnt um 12.30 Uhr auf dem Militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn. Der Airbus 310 der Luftwaffe hebt ab, an Bord sind 48 Soldaten und ich. Der Pilot wünscht einen guten Flug und scherzt: "Turbulenzen sind das Salz in der Suppe." Die nächsten sieben Tage werde ich in Afghanistan verbringen. Ich gehöre dem Verteidigungsausschuss des Bundestages an und halte es für selbstverständlich, mir ein eigenes Bild vom Auslandseinsatz der Bundeswehr zu machen.
Um 21 Uhr landen wir auf dem Flughafen Termez in Usbekistan, wo die Bundeswehr ihren Strategischen Lufttransportstützpunkt hat. Güter genauso wie Personen werden von hier mit der Frachtmaschine Transall nach Afghanistan gebracht. Dies ist notwendig, da der Airbus 310 kein Raketenabwehrsystem hat.
Der Kommandeur des Lufttransportstützpunktes Termez, Oberstleutnant Ralf Herm begrüßt mich, anschließend wird mir im Betreuungszelt "Area 51“ die Arbeit der Soldaten vorgestellt. Dort führe ich auch die ersten Gespräche. Untergebracht bin ich im Containerbereich A9. Hundemüde, aber auch gespannt auf die nächsten Tage falle ich ins Bett.
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Im Betreuungszelt "Area 51", Termez | | Container A9, Termez |
Lesen Sie auch den zweiten Teil: Wenn Soldaten Respekt bekunden...