Aktuelles
Über mich
Wahlkreis
Airport Parchim
Bundestag
Reden
Bundeswehr
Sport
Meine Termine
Reiseberichte
Presse
Kontakt
English
Impressum

           

Meine Arbeit in Berlin

 

Meine Arbeit im Wahlkreis

 

Meine Woche im Parlament

 

Klönsnack mit Karin 


Herzlich Willkommen auf www.strenz.de!

Hier erfahren Sie fast alles über mich. Seit Oktober 2009 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. Zu meinem Wahlkreis gehören die Hansestadt Wismar, die Region Nordwestmecklenburg und Parchim. Sprechen Sie mich an! Jede Woche bin ich unterwegs in Mecklenburg. Oder besuchen Sie mich mit Ihrem Verein oder Ihrer Schulklasse in Berlin und lassen Sie sich durch den Reichstag führen. Sagen Sie mir, was Sie sich wünschen für Ihre Heimat, was Sie stört oder persönlich besorgt. Nutzen Sie die Chance, eine Mecklenburgerin in Berlin zu haben.

Liebe Grüße Ihre Karin Strenz, Mitglied des Deutschen Bundestages

Meine Vita    

   

22. Mai ► Vom Strandkorbvermieter
zum Praktikanten im Bundestag 

Wer im Sommer Boltenhagen besucht und dort am Strand weilt, kennt den jungen Mann vielleicht. Denn Christian Stambor vermietet im Ostseebad Strandkörbe. In den vergangenen zwei Monaten hat er aber als Praktikant in meinem Bundestagsbüro gearbeitet und manches Mal Werbung für seine Heimat gemacht. Ach, die Spree, die sich brav durchs Regierungsviertel schlängelt, kann nun einmal mit den Ostseewellen nicht mithalten. Christian hat sich trotzdem wohlgefühlt, für gute Laune gesorgt und seine Arbeit hervorragend erledigt. Und er hat für die Leser von strenz.de den Goethe gemacht und den Osterspaziergang rezitiert.

Danke, lieber Christian!

PS: Natürlich hat Christian einen eigenen Bericht über seine Praktikumszeit geschrieben. Hier ein Auszug:

Kaffee kochen, Dokumente kopieren und Akten sortieren – die Hauptaufgaben eines Praktikanten? Diese altberühmten Vorurteile kann ich glücklicherweise verneinen. Zwar gehörte diese Arbeit auch zu meinen Aufgaben – glücklicherweise gab es aber noch ganz andere und reizvollere.

Gleich in meinen ersten Tagen habe ich mich mit dem Solaränderungsgesetz im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) befasst. Das hieß: das gesamte Gesetz aus kompliziert formulierten Gesetzestexten – schwere Juristenkost für einen Nicht-Juristen! – und einer Menge Recherchematerial zusammenfassen und verständlich machen.

Der gesamte Text steht hier.


18. Mai ►Senioren-Union im Landkreis hat die Wahl

Kaffeeduft, Blumenschmuck, ein Landhotel im Herzen unseres Landkreises, das klingt wie eine Geburtstagsfeier. War es aber nicht. Hier formierten sich die "neuen" Senioren unserer CDU. Gastredner war kein geringerer als der erste Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern und späterer Europaabgeordnete: Prof. Alfred Gomolka. Er erinnerte an das große Glück der Wende und an die zahlreichen Chancen, die in Europa stecken. "Die große historische Leistung der EU ist das friedliche Zusammenleben", sagte Gomolka. Zu Besuch war auch Peter Hamdorf von der Jungen Union, der einen Genartionendialog mit Zeitzeugen anbot. Vorsitzender wurde Uwe Menke, der bereits im Altkreis Ludwigslust die Seniorenarbeit inne hatte.

Mit Uwe Menke (l.), dem neuen Vorsitzenden der Seniorenunion, und dem ersten Ministerpräsidenten Alfred Gomolka 

 


18. Mai ► "Alle Jahre wieder kommt die Rosenfee ..."

Schon auf dem Weg ins Krankenhaus kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Wie einmalig ist unsere Natur! Es ist ein so wunderschöner Tag gewesen: Crivitz am malerischen See und die Entbindungsstation in freudiger Erwartung. Junge Mütter mit Babys in den Armen, Schwiegermütter und Freundinnen rahmen die neuen Erdenbürger würdig ein. Aber auch werdende Mütter freuten sich über die Rosen. Den künftigen Vätern, leicht blass um die Nasen, zauberte der Rosengruß auch ein Lächeln auf die Gesichter.

   

15. Mai ►Kasachstan entdeckt Mecklenburg-Vorpommern

Mit Siegbert Eisenach (l.), dem amtierenden IHK-Hauptgeschäftsführer, Angela Preuß (IHK) und dem kasachischen
Botschafter Dr. Nurlan Onzhanov

Botschafter sind welterfahrene und weitgereiste Menschen, die zu überraschen eine Kunst ist. Der Hansestadt Wismar ist es gelungen gestern Nachmittag am Rande des deutsch-kasachischen Wirtschaftstages: Dr. Nurlan Onzhanov, der höchste Diplomat der Republik Kasachstan in Deutschland, wurde um eine Unterschrift gebeten. So weit ganz normal, eigentlich Routine für einen Botschafter. Doch Dr. Onzhanov unterzeichnete nicht ein Stück Papier, sondern einen Backstein - so wollte es nämlich die Backsteingotikschönheit Wismar, so hat es Tradition in der Hansestadt.

Begonnen hatte der Wirtschaftstag, eine Idee von Botschafter Onzhanov und mir, am Montagmorgen in der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Der Wirtschaftsstandort stellte sich vor - und wurde vorgestellt: von Siegbert Eisenach, dem amtierenden Hauptgeschäftsführer der IHK, von Michael Sturm, dem Geschäftsführer von Invest in MV, von Nadine Hintze, der Geschäftsführerin des Vereins Regionalmarketing Mecklenburg Schwerin, und von Werner Röpert, dem MV-Chef des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Eduard Kvyatkovskiy, der Delegationsleiter und Vize-Gouverneur des Gebietes Akmola, sagte: „Kasachstan entdeckt Mecklenburg-Vorpommern.“

Mit der kasaschischen Wirtschaftsdelegation zu Gast bei der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

Nun ist der neuntgrößte Flächenstaat der Welt ja nicht gerade um die Ecke. Fast 4000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Kasachstan und Deutschland. Aber diese Entfernung war schon in den ersten Minuten des Wirtschaftstages nicht zu spüren. Zu spüen war: der gemeinsame Wille, Wirtschaftkontakte zu knüpfen.

Anschließend fuhren wir nach Wismar zum Seehafen, sprachen mit dessen Geschäftsführer Michael Kremp und besuchten das Fertigungswerk der Firma „Hanse-Drehverbindungen“. Und eine Idee wurde geboren: eine Hafenpartnerschaft zwischen Wismar und einer kasachischen Stadt am Kaspischen Meer. Auch Michael Kremp war von der Idee angetan, und das freute mich ungemein. Ich habe Kasachstan mehrfach bereist und bin überzeugt, dass das Land als Wirtschaftsraum für deutsche Unternehmen zunehmend wichtiger wird. Die junge, erst seit 1991 unabhängige Republik erlebt eine beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung. Das Handelsvolumen ist im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro gestiegen. Erst im Februar hatten die deutsche und die kasachische Regierung ein Rohstoffabkommen in Höhe von drei Milliarden Euro unterzeichnet.

Siegbert Eisenach (l.), amtierender IHK-Hauptgeschäftsführer, und der kasachische
Botschafter Dr. Nurlan Onzhanov

Danach ging es ins Rathaus der Hansestadt, wo uns Wismars Bürgermeister Thomas Beyer empfing. Dort wurde auch eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kokschetau und Wismar unterzeichnet. Die beiden Städte wollen Kontakte zwischen ihren Verwaltungen, Unternehmen und Organisationen knüpfen und in den nächsten Jahren ausbauen.

Am Nachmittag besuchten wir das Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) am alten Holzhafen, um uns mit Wirtschaftsexperten der Hochschule Wismar und mit Unternehmern wie dem Kenersys-Werksleiter Klaus Platen auszutauschen. Es herrschte eine intensive Arbeitsatmosphäre, die sich in nächster Zeit auszahlen könnte. Denn ein erster Kontakt zwischen zwei Unternehmen ist entstanden. In den Gesprächen ging es vor allem um Energie. Als Delegation hatten wir unsere Energiekompetenz bereits am Morgen bewiesen. In der Schweriner Innenstadt - auch bei der IHK - war nämlich der Strom ausgefallen. Mit uns aber kam die Erleuchtung - und die Landeshauptstadt war fortan wieder am Netz.

Am Abend empfing Wirtschaftsminister Harry Glawe die Delegation und zahlreiche mecklenburgische Gäste aus Politik und Wirtschaft im Schweriner Schloss. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sendete ein Grußwort: Der Besuch kasachischer Unternehmen in MV verleihe „unseren bilateralen Wirtschaftsbeziehungen neue Impulse“, schrieb sie.

Und nun bereiten wir einen Gegenbesuch deutscher Unternehmer in Kasachstan vor. Bei der letzten Volkszählung (2003) lebten dort 300.000 Kasachen mit deutschen Wurzeln.


9. Mai ►Sonntagsarbeit einmal anders

Ein Sonntagmorgen um zehn, mitten in Deutschland (na ja, fast), jedenfalls in einem kleinen Ort mit großem Namen: Junge Frauen und Männer, niemand älter als 35 Jahre, sitzen im Landgasthof in Rom zwischen Parchim und Lübz - und alle sind hellwach und konzentriert, Diskonacht hin oder her. Sie haben Großes und Wichtiges vor: Die Mitglieder der Jungen Union (JU) aus Ludwigslust und Parchim werden sich vereinigen - wie es schon die CDU beider Kreisverbände und die beiden Altkreise selbst getan haben. Und sie brauchen einen gemeinsamen Vorsitzenden, der - mancher ahnt es - eine gemeinsame Vorsitzende werden wird.

   

Mit der neuen JU-Vorsitzenden: Petra Hoppenstedt

 

Der Mann für besondere Fälle: Peter Hamdorf (r.)

Und Peter Hamdorf, mittlerweile Chef des CDU-Regionalverbandes Boizenburg, erhält einen Spezialauftrag. Der Zimmermann soll im Altkreis Parchim wiederholen, was ihm im Altkreis Ludwigslust gelungen ist: Nachwuchs werben und gewinnen. Manches wird sich mit der Vereinigung ändern - alles gewiss nicht. Denn Petra Hoppenstedt, bisher Kreisvorsitzende der Ludwigsluster JU, führt auch den neuen Verband an. Ich freue mich, dass eine erfahrene Nachwuchspolitikerin wie sie, die ich sehr schätze, das Vertrauen bekommen hat. Ihre Stellvertreter sind Wiebke Wenk, Tim Grabasch und Anatolij Stepanov. Und als CDU-Kreisvorsitzende freue ich mich natürlich auch sehr auf die Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern unserer Nachwuchsorganisation.


9. Mai ► Der Bürgermeister, der den Landarzt fand

Mit Jens Fengler, dem stellvertretenden CDU-Vorsitzenden von Plau am See, Dieter Eckert, Bürgermeister von
Spornitz, und dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Waldmüller (v.l.)

Die großen Schlagzeilen gehören selten ihnen: Wenn ehrenamtliche Bürgermeister einmal laut oder auch bloß lauter werden, dann tun sie es, damit ihre Gemeinde gehört wird. Einer von ihnen ist Dieter Eckert. Und einer wie er, seit vielen Jahren erfolgreicher Bürgermeister von Spornitz und überdies neuer Geschäftsführer der CDU im Großkreis Ludwigslust-Parchim, macht auch um seinen 50. Geburtstag kein Aufhebens. Er feiert einfach - mit Freunden und Weggefährten. Am vergangenen Sonnabend habe ich ihm gratuliert.

Einmal machte Dieter Eckert übrigens Schlagzeilen - und was für welche! Als sich vor zwei Jahren die Spornitzer Landärztin in den Vorruhestand verabschiedete, sollte ein Nachfolger her. Und weil die Suche schwierig war, bauten die Spornitzer eine Homepage (www.spornitzsuchtdenlandarzt.de) und erfanden eine Werbekampagne. Dieter Eckert trat im Fernsehen auf, gab der "Financial Times" ein Interview - und hatte Erfolg. Ein dreiviertel Jahr später meldete sich ein Interessierter. Heute ist er Landarzt in Spornitz. 


8. Mai ►Alles klar für den Wirtschaftstag am 14. Mai

Es ist ein seltsames Phänomen: Das große Ganze gelingt oft leichter; was viel Zeit und Kraft kostet, das sind die Feinheiten, die Details. Und der Deutsch-kasachische Wirtschaftstag am 14. Mai in Wismar und Schwerin ist da keine Ausnahme. Am vergangenen Freitag habe ich mich in der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin mit jenen Unterstützern getroffen, die den Wirtschaftstag zu organisieren helfen: Nadine Hintze (Regionalmarketing MV), Steffi Groth (Technologiezentrum Wismar), Werner Röpert (Bundesverband mittelständische Wirtschaft), Angela Preuß (IHK), Dr. Elena Malieva und Waldemar Wilhelm Hoppe (beide Invest in MV). dabei waren auch Dr. Marco Michel und Praktikant Christian Stambor aus meinem Berliner Bundestagsbüro.

Das Gute an den komplizierten Feinheiten ist übrigens das schöne Gefühl, sie zu meistern. Und das haben wir am Freitag getan.

Lesen Sie auch den Bericht im "Grevesmühlener Blitz am Sonntag".


8. Mai ►Mehr als eine Tradition: Rede beim Verabschiedungsappell in Hagenow

Einer der Gäste des Verabschiedungsappells: Oberst Michael Matz, Kommandeur des Gefechtsübungszentrums
des Heeres bei Letzlingen in der Altmark

Kann man Verabschiedungsappelle mögen? Tja. Einerseits: Das Leben bietet ganz sicher unbeschwertere Augenblicke, als Soldaten - Frauen und Männer, manchmal auch Mütter und Väter übrigens - in den Auslandseinsatz zu verabschieden. Nicht nur, dass die Orte, an denen sie für die nächsten Monate ihren Dienst leisten, zu den gefährlicheren in dieser Welt gehören. Jeder, der geht, hinterlässt auch eine große Lücke. Andererseits: Der Verabschiedungsappell ist mehr als eine Tradition, er ist eine große Anerkennung, ein Zeichen des Respekts.

Am vergangenen Freitag habe ich in der Hagenower Erst-Moritz-Arndt-Kaserne gesprochen - vor fast 400 Soldaten, die im Juli nach Afghanistan gehen werden, und ihren Angehörigen. Das Panzergrenadierbataillon 401 wird in Kunduz afghanische Sicherheitskräfte unterstützen - als Leitverband für die "Partnering and Advisory Task Force", kurz PATF. Dass dies kein leichter Auftrag wird, wissen die Soldaten. Die meisten von ihnen waren bereits am Hindukusch. Und doch: In Afghanistan ist kein Tag wie der andere - und Gewissheiten gibt es ohnehin nicht.

Ja, es war mir eine Ehre! Und es gab berührende und wunderbare und schmerzhafte Augenblicke, die ich nie vergessen werde. Über den Verabschiedungsappell hat auch die "Schweriner Volkszeitung" ausführlich berichtet.

Meine Rede finden Sie hier. An dieser Stelle ein Auszug:

Wer heute Soldat wird oder es schon ist, der ist nicht nur oft weg von der Heimat, vom Partner, den Kindern, den Freunden. Sondern: weit weg, dort, wo es gefährlich werden kann und leider oft gefährlich wird. Sehr gefährlich. Manchmal: lebensgefährlich.

Sie alle wissen das. Sie wissen auch – nicht hundertprozentig, aber dank Ihrer Ausbildung doch ziemlich genau –, was in den kommenden Monaten in Afghanistan auf Sie zukommen wird.

Der Abzug aus Afghanistan – vom Bundestag Ende Januar beschlossen – hat begonnen. In Feyzabad und Masar-i-Scharif hat die Bundeswehr die Verantwortung schon an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben.

Der Einsatz war richtig, aber alles hat seine Zeit, auch eine internationale Schutztruppe am Hindukusch. Nun, nach mehr als einem Jahrzehnt Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus und beim Wiederaufbau, sind die Afghanen selbst gefordert.


8. Mai ► Zehn Jahre nach dem ersten Tanz mit Till Backhaus

Die neue Landesrapsblütenkönigin meistert gleich ihre erste Bewährungsprobe souverän. Mandy Nöhring, eine 28 Jahre alte Zahnarzthelferin aus Pastin, muss am Sonnabend besonders strahlen - weil es die Sonne nicht tut. Und es gelingt ihr. Wer Mandy Nöhring sieht, vergisst für einen Augenblick die Kühle.  

Die Organisatoren um den Verein "Sternberg und Mehr" und die vielen Besucher des Landesrapsblütenfestes hätten ein besseres Wetter verdient gehabt - und das Fest selbst auch: Es wurde schließlich zehn Jahre alt. Schön war es trotzdem: ein wunderbarer Festumzug mit Kutschten, Traktoren, historischen Fahrzeugen und geschmückten Wagen, bejubelt von vielen Schaulustigen, ordentlich Trubel auf dem Sternberger Marktplatz, und für jeden etwas dabei. Das erste Landesrapsblütenfest hatte ich vor zehn Jahren mit dem heutigen Landwirtschaftsminister Till Backhaus eröffnet - tanzend! Nun, zehn Jahre gehen an keinem Menschen spurlos vorbei, so dass ich mir bei meinem Grußwort eine Bemerkung nicht verkneifen konnte: Diesmal habe Till Backhaus mehr weibliche Alternativen als bei der Premiere seinerzeit - vor allem jüngere!

   

4. Mai ► Tag der Arbeit? Woche der Arbeit!

Familie Rettich in Sternberg ist für mich eine Art Kalender: Wenn bei Rettichs das Fischerfest gefeiert wird, weiß ich, dass der Mai angefangen hat. So war es wieder am vergangenen Dienstag, eigentlich ja Tag der Arbeit. Am Sternberger See feierten 500 Besucher - und man kann nur staunen: Was einst als Frühschoppen begann, ist mittlerweile ein Riesenfest, das auch Leute aus anderen Bundesländern anlockt. Sie kamen wegen der Live-Musik, der Bootsfahrten, der Fischbrötchen und der anderen Köstlichkeiten - und mancher vielleicht auch wegen des Rettich-Klassikers. Ja, es wurde wieder um Aale gewürfelt, natürlich. Zehn Teilnehmer, ein Würfel und drei Versuche – die drei Gäste mit der höchsten Punktzahl gewannen und durften sich einen Fisch aussuchen. Fisch? Genau: einen Aal.

       

Wenn der Garten farbenreich leuchtet ... 

 

 ... und Familie Rettich zum Fischerfest bittet ...

 

... ist der Mai wieder gekommen.

Für mich ging es schon am nächsten Morgen weiter. Früh raus und ab zur Schule - ein bisschen, als hätte jemand die Zeit weit zurückgedreht. Erinnerungen erwachten. Doch diesmal gab es keine überraschende "Kurze" in Mathe oder Physik, keine "Mündliche" an der Tafel. Ich besuchte in Grevesmühlen die Regionale Schule Am Wasserturm und das Gymnasium Am Tannenberg, um mir die Sportanlagen anzuschauen - schließlich gehöre ich dem Sportausschuss des Bundestages an.

Mit dabei war ein echter Fachmann: Franz Wessig aus Goldberg, einst Sportlehrer und Vater eines berühmten Mannes. Sein Sohn Gerd Wessig übersprang 1980 in Moskau 2,36 Meter (Weltrekord!) und wurde Olympiasieger im Hochsprung. Am Donnerstag habe ich mir nacheinander die Sportstätten der Schulen in Goldberg, Lübz und Plau am See angeschaut. Und was lernt eine Sportpolitikerin an zwei Schultagen? Nun, einiges, etwa:  Besser geht immer (wenn es nicht irgendwer bezahlen müsste), aber die Hallen und Sportplätze, die ich besucht habe, können sich durchaus sehen lassen. Einen Bericht finden Sie auch in der "Ostsee-Zeitung", einen weiteren in der "Schweriner Volkszeitung".

Im Endspurt bin ich ohnehin. Denn bei der Vorbereitung des deutsch-kasachischen Wirtschaftstages am 14. Mai in Schwerin und Wismar geht es auf die Zielgerade - also Telefonate, Mails, Briefe, neue Ideen und immer wieder eine Frage im Hinterkopf: Wird alles klappen? Die Idee zu diesem Wirtschaftstag hatte ich übrigens mit dem kasachischen Botschafter Dr. Nurlan Onzhanov. Wir wollen mecklenburgischen Unternehmern die Chance geben, einen attraktiven und wachsenden Markt zu entdecken. Darum geht es am 14. Mai.


25. April ► Ein neues Kürzel, ein neuer Klub

BEK - "Bitte etwas konkreter!" Wir Parlamentarier lieben Abkürzungen und kommen auf die aberwitzigsten Ideen bei der Interpretation. Ich erinnere mich dabei häufig mit einem Schmunzeln im Gesicht an meine Kindheit. Wenn die Familie aus der Welt-Bierbrauer-Metropole Lübz in Mecklenburg einmal im Jahr zu Verwandten nach Paulinenaue im Märkischen reiste, saßen wir erwartungsvoll im Trabi und holperten über die Autobahn der Deutschen Demokratischen Republik. Da sich auf dieser Verkehrsader so gut wie gar nichts bewegte, denn Reisen war damals Luxus, freuten meine Schwester und ich uns diebisch, wenn unsere "Limousine" in Aquariumblau mit 100 km/h überholt wurde und wir den Nummern am Heck eines Wartburg, Moskwitsch, Saporosch oder Lada Leben einhauchten.

Mit Botschafter Nurlan Onzhanov, Botschafterin Dr. Patricia Flor (Beauftragte für Osteuropa, Kaukasus und
Zentralasien) und Serik N. Akhmetov, Erster Stellvetretender Premierminister Kasachstan (v.l.)

Oder BEK - "Beratungsstelle Euro-Krise". Weder noch. BEK steht für Berliner Eurasischer Klub. Schon wieder ein Gremium? Schon wieder eine Runde? Schon wieder ein Forum? Was ist anders? Was ist neu? Der Berliner Eurasische Klub ist während des Staatsbesuches des kasachischen Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew am 7. Februar ins Leben gerufen worden. Er soll interessierten Politikern und Experten aus Deutschland und der EU eine exklusive Dialogplattform mit Staaten des Eurasischen Wirtschaftsraumes, der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft und zentralasiatischen Staaten bieten. Gemäß der Rohstoffstrategie der Europäischen Union und der
Bundesrepublik Deutschland wird die Bedeutung dieser Region weiter wachsen, daher wird die Rolle des Eurasischen Raumes als Brücke zwischen Europa und Asien neu definiert. Der Klub, dem ich jetzt angehöre, wendet sich an die Regierungen beider Länder und wird sich dreimal im Jahr treffen: in Berlin, Brüssel und Astana. Aus der Taufe gehoben wurde er von der kasachischen Botschaft und Alexander Rahr vom Berthold-Beitz-Zentrum. 


25. April ► Ein Neuer für die Moral der Truppe

Ein guter Tag beginnt mit einer guten Nachricht. Und die gute Nachricht ist: Professor Dr. Hermann Gümbel vom Bundeswehrkrankenhaus Ulm geht am 1. Mai nach Mazar-e-Sharif. Damit ist endlich wieder ein deutscher Augenspezialist vor Ort, der unsere Soldaten kompetent behandeln kann. Verletzungen an den Augen sind in Afghanistan nämlich nicht gerade selten. Sein afghanischer Kollege ist in Deutschland ausgebildet worden und bildet nun auch afghanische Fachkräfte aus. Für die Moral der Truppe und die Angehörigen daheim ist ein deutscher Spezialist im Einsatzgebiet allerdings von größter Bedeutung.

Mit Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke, Professor Dr. Hermann Gümbel Dr. Klaus J. Lipke und Dr. Jürgen Meyer (v.l.)

Professor Gümbel wurde begleitet von Generaloberstabsarzt Dr. Ingo Patschke, dem Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Ein Thema unseres Gesprächs war denn auch die Umsetzung der Bundeswehrreform und die Folgen für den Sanitätsdienst, vor allem für die Augenheilkunde. Wir haben vereinbart, im Gespräch zu bleiben.


24. April ► Plau gibt nicht auf

Sie ist einer der Dauerbrenner im schönen Plau am See: die Nordumgehungstraße. Die Bürger der Seestadt haben darum schon gekämpft, als ich noch Landtagsabgeordnete war. Am Donnerstag vergangener Woche ging es nun mit einem Bürgerforum in die nächste Runde. Gemeinsam mit anderen Politikern der Region diskutierte ich im Rathaussaal den Stand der Planungen. Zuletzt hatte ich mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gesprochen, um ihm zu sagen, wie  existentiell die Umgehungsstraße für einen Urlaubsort wie Plau am See ist. Ich werde dieses Vorhaben weiter unterstützen. Klar ist: Aufgeben werden die Plauer nicht. Mehr zum Bürgerforum finden sie hier.

   

 

 

                                               Fotos (2): Dr. Wolfram Hennies 


23. April ►In neuer Kluft 200 Kilometer zum Auswärtsspiel 

Mit einem Trikotwechsel ist das so eine Sache: Die Berliner Hertha hat es am Sonnabendnachmittag gegen Kaiserslautern mit den weißen Pokalhemden  als Glücksbringer versucht – nicht einmal das hat geklappt. Die Jungs von Trainer Otto Rehhagel verloren im Olympiastadion mit 1:2. Besser machten es zeitgleich die Jungs von der Jungen Union (JU) Wismar-Nordwestmecklenburg. Auch sie wagten beim 3. Hallenfußballturnier der JU Uecker-Randow in Ferdinandshof einen Textilwechsel. In den blauen Wir-sind-die-Fans-von-Karin-Strenz-Trikots reichte es zwar nicht zum Turniersieg, aber zu einem guten vierten Platz. Und das ist, wenn man zunächst 200 Kilometer zum Auswärtsspiel nach Vorpommern zurücklegen muss, auch kein schlechtes Ergebnis.

   

16. April ►Gedenken an eine Schreckensnacht

   

Die Nacht zum 15. April steht für eine große Schiffskatastrophe: den Untergang der Titanic vor 100 Jahren. In der Hansestadt Wismar steht der Tag für ein eigenes Unglück. Denn am 15. April 1945 warfen Bomber der Royal Air Force Luftminen über der Stadt ab und zerstörten so einen Großteil des Gotischen Viertels – darunter auch die Gewölbe von St. Georgen. Am vergangenen Sonnabend, 67 Jahre nach der Schreckensnacht, hing in der Kirche eine nachgebaute Bombe, 500 Kilogramm schwer, von Lehrlingen der Wismarer Werft erschaffen und vom englischen Musiker Michael Neil mit Geräuschen aus dem Weltall befüllt.

Es war eine würdige Gedenkveranstaltung:  eine friedliche Bombe  gegenüber vom Friedensaltar aus vielen weißen Tüten. Eine Geschichte erzählen auch sie: Sie sind Antworten von Wismarern und Gästen der Stadt auf die Frage, aus welchem Stoff der Frieden sei. Die Idee hatte die Berliner Künstlerin Emily Pütter. Und die Schüler der Evangelischen Schule „Robert Lansemann“ führten, als lebende Backsteine, ein modernes Stück auf. Sie brachten die Steine zum Reden und hauchten ihnen so Leben ein. Das Bläserquartett der Wismarer Musikschule sorgte für wunderbare Klänge, die berührten.

Die Erinnerung an den 15. April wird bleiben, die Spuren aber, sie sind allmählich Vergangenheit. Das einst zerstörte Gewölbe ist wieder aufgemauert.


14. April ►Wiedersehen mit meinem Lieblingsschweizer 

Schweizer und Mecklenburger, St. Gallener und Sehlsdorfer sind Frühaufsteher, selbst am Sonnabend, wenn manches ein wenig gemütlicher geschieht. Sie sehen das Beweisstück in Form eines Fotos: Heute um 7.45 Uhr habe ich am Berliner Hauptbahnhof meinen ehemaligen Praktikanten Daniel Schlierenzauer getroffen. Welch schöne Überraschung!

Daniel kam gerade aus der Heimat in der Hauptstadt an, ich verließ sie gen Heimat. Muss ich betonen, dass Daniel, mein Lieblingsschweizer, auch zu dieser frühen Stund so ausgeschlafen war, wie ich ihn im Frühjahr und Sommer 2010 kennen gelernt hatte? Lieber Daniel, ich wünsche Dir ein paar schöne Tage in Berlin.


13. April ►Kleider machen Leute

Das Wetter in Berlin macht in dieser Woche zwar auf Trübe, aber das ist noch lange kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Und da die Gedanken ohnehin die meiste Zeit im Wahlkreis sind und in meinem Büro einen pfiffiger Praktikant arbeitet, haben wir ein T-Shirt entworfen und gleich mal in Mannschaftsstärke bestellt. Es dauert zwar noch eine Weile bis zur Bundestagswahl, aber es ist ein schönes Gefühl, sympathische junge Leute als Groupies zu haben.

       

5. April ►Ein Ostergruß vom großen Dichter

Es scheint die Woche des Gedichts zu sein: Die neuen Verse eines alten Dichters werden gerade heftig disktutiert. Da habe ich mir gedacht, ich lade mal unseren größten Dichter aller Zeiten zu mir in den Bundestag ein und bitte ihn, für Sie, liebe Leser, einen Ostergruß zu hinterlassen. Und das hat mein Praktikant Christian Stambor aus Boltenhagen, pardon, Johann Wolfgang von Goethe auch gern getan. Er hat sich ein Smartphone geschnappt, die Aufnahmetaste gedrückt und rasch sein Gedicht "Osterspaziergang" rezitiert - und zwar mit leicht mecklenburgischem Ton in der Stimme.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und erholsames Osterfest.


4. April ►Wohnen wie die Bienen - reden wie Stammtischbrüder

   

Probewohnen mit Landrätin Birgit Hesse 

 

Eines von sechs Bienenhäuschen in Beckerwitz
                                                                   Fotos: Landratsamt

Ganz so leicht kann man mich ja nicht beeindrucken. Aber bei diesen Bauten in Beckerwitz habe ich am Montag zunächst zweimal hingeschaut und mich gleich gefragt: Bin ich noch in Mecklenburg? Oh ja! Und ist das noch 2012? Ähm... Sie sehen auf den ersten Blick schon sehr futuristisch aus, diese sechs wabenförmig aufgebauten Häuser auf dem Gelände der Jugendherberge Beckerwitz, einem Ortsteil von Hohenkirchen. Das Baumhausdorf "Grüne Wiek", gestaltet von Architekten in Zusammenarbeit mit dem Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks, wurde am Montag offiziell eröffnet. Und so futuristisch diese Baumhausherberge ist - der Inhalt ist umso funktionaler und natürlicher, frei von Schnickschnack und enorm heimatverbunden: jeweils 16 Quadratmeter zum Wohlfühlen, Platz für insgesamt 36 Naturliebhaber, alles gebaut aus mecklenburgischen Kiefern, Fichten und Lärchen. Merke: Auch das ist Mecklenburg!

Mit den Teilnehmern des ersten Boizenburger CDU-Stammtischs um den Vorsitzenden
Peter Hamdorf (2.v.r.)                                                             Foto: Schweriner Volkszeitung

Etwas Neues hat auch der Boizenburger CDU-Regionalverband gewagt und am Montag den ersten Stammtisch veranstaltet. Der neue Vorsitzende Peter Hamdorf, erst am 5. Januar gewählt, hat viele Ideen. Er engagiert sich im Kreistag und will Brücken bauen zwischen den jungen und den alten - das Wort sei mir mit Blick auf die Feiertage gestattet - Hasen, aber auch zwischen Mitgliedern und Freunden. Er möchte ein klares konservatives Profil entwickeln, ohne staubig und langweilig zu sein. Und er hat den Rechtsradikalen den Kampf angesagt.

Seit es den Großkreis Ludwigslust-Parchim geht, bin ich auch die CDU-Kreisvorsitzende in dieser Region. Das bedeutet, dass ich nicht nur von Wismarern, Nordwestmecklenburgen und Parchimern aus meinem Bundestagswahlkreis eingeladen werde, sondern eben auch von den Parteifreunden aus Ludwigslust. 

Wir sprachen am ersten Stammtisch über die Verbandsarbeit und das traditionelle Drachenbootrennen, auf das man sich schon heute vorbereitet und das man natürlich wie im vergangenen Jahr gewinnen will. Die Finanzkraft der Kommunen macht den Bürgermeistern Sorgen. Hier wird ein Spitzentreffen mit unserem Innenminister Lorenz Caffier geplant. Der zweite Stammtisch ist schon in Sicht ...


3. April ► Zwei Würfel als Gedächtnisstütze

Meistens kommt der Abgeordnete zu den Unternehmen in seinem Wahlkreis - und bisweilen ist es umgekehrt. So war es in der vergangenen Woche, als der Bundestag tagte. Zwischen Verteidigungsausschuss und Sportausschuss fand ich ein paar Minuten für ein Treffen mit Philipp Sprockhoff vom Tiroler Holzwerkstoffhersteller Egger, der in Wismar einen Standort hat. Anlass für Sprockhoffs Besuch war der Aktionstag „HolzProKlima“ des europäischen Dachverbands der Holzwerkstoffindustrie. Die Kampagne soll Bürger und Politiker daran erinnern, wie wichtig die nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzprodukte insgesamt für den Klimaschutz sind.

Mich erinnern daran zukünftig zwei beschriftete Würfel in meinem Büro. Die hatte mir Philipp Sprockhoff, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Nord- und West-Europa bei Egger, gleich zur Begrüßung geschenkt. Natürlich sind sie aus Holz.


30. März ► Ein Monat, der es in sich hatte

Der März hatte es in sich. Der März hat es grundsätzlich in sich, wenn man dem Deutschen Bundestag angehört. 20 Wochen im Jahr tagt das Parlament; die restliche Zeit gehört dem Wahlkreis und gelegentlich auch einem Kurz-Urlaub. Die Sitzungswochen werden fleißig über die zehn Monate verteilt. Nur zehn? Ja, im Juli und August nimmt sich das Parlament frei von uns Abgeordneten - es sei ihm gegönnt. Umgekehrt ist das anders: Bundestagsabgeordnete können sich nicht so einfach frei nehmen von der Politik. Denn zu Hause im Wahlkreis ist immer was los - auch und gerade im Sommer.

Und der März? Gleich drei Sitzungswochen - soviel bietet und verlangt sonst nur noch der November. Woraus kluge Köpfe schließen können: Vor den großen Festen, also Ostern und Weihnachten, wird immer besonders angepackt. Was in der letzten Märzwoche im Regierungsviertel los gewesen ist, steht in meinem heutigen Brief aus Berlin.

Am 23. April geht es weiter in die Stadt, die nur unwesentlich mehr schläft als New York.

Schönes Wochenende!                                                                         Foto: Deutscher Bundestag/Marc-Steffen Unger 


27. März ► Helfen Sie den Schweriner Leichtathleten

Ein gewaltiger Schatten lag über der Sportlergala des Landes am Sonnabendabend in Teschow. Denn am frühen Morgen war die Laufhalle an der Schweriner Sport- und Kongresshalle komplett abgebrannt – die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Der Schaden soll drei Millionen Euro betragen. Die Hochsprunglegende Gerd Wessig, 1980 Olympiasieger von Moskau und heute Abteilungsleiter des heimischen Sportclubs, sprach geschockt vom „schwärzesten Tag der Schweriner Leichtathletik“.

Eine Sportlerin, die davon betroffen ist, ist die Stabhochsprung-Vizeweltmeisterin Martina Strutz, die im Sommer bei den Olympischen Spielen in London eine Medaille holen will. Doch die Ausnahmesportlerin hatte noch Glück im Unglück: Ihre Stäbe blieben vom Feuer verschont. Und am Abend wurde sie - wie viele andere Athleten - mit der höchsten sportlichen Auszeichnung geehrt, die unser Land zu vergeben hat: der Sportplakette.

Gesprächsthema Nummer eins war aber natürlich der Hallenbrand. Und die ersten Pläne für einen Neuaufbau wurden bereits geschmiedet. Sportminister Lorenz Caffier sagte seine Unterstützung zu, viele andere riefen zu Spenden auf. Dem schließe ich mich gerne an. Unterstützen Sie die Sportler.

Sparkasse Mecklenburg-Schwerin
Bankleitzahl: 140 520 00
Kontonummer: 1711094036
Kennwort: Laufhalle

Aktuelle Informationen gibt es hier.


27. März ►Unterwegs in Sachen Kasachstan

Gestern habe ich das Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) in Wismar besucht und die Geschäftsführerin Steffi Groth getroffen. Dort wird auch der Deutsch-Kasachische Wirtschaftstag zu Gast sein, den ich für den 14. Mai in Wismar und Schwerin organisiere. Anschließend besuchte ich das Unternehmen ICA (Industrial Control & Automation), das am Alten Holzhafen einen speziellen Maschinen- und Anlagenbau betreibt. Gefertigt werden nur Einzelteile auf Anfrage. ICA hat bereits Interesse an Kontakten mit Kasachstan angemeldet.

   

23. März ► Neues vom Botschafter (2) 

Marwin (r.) mit seinen Gasteltern Loren und Janet Wahl und seinem Gastbruder Dalton

Er ist einfach ein wunderbarer Junge, dieser Marwin Baron aus Retelsdorf, Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschafts-Programms und Botschafter meines Bundestagsbüros in den Vereinigten Staaten, genauer in Loomis, Bundesstaat Washington. Er schreibt mir regelmäßig, nun schon zum dritten Mal seit seinem Abflug über den großen Teich im August 2011. Dass seine Zensuren sehr gut sind, freut mich ungemein, ja, ich bin sogar ein bisschen stolz. Andererseits: Ich habe von Marwin auch nichts anderes erwartet.

Hier ein Auszug aus seiner Mail von dieser Woche. 

Da das Halbjahr nun vorbei ist, habe ich auch mein Halbjahreszeugnis erhalten. Sehr zu meinem Erfreuen habe ich gute und sehr gute Noten erreicht. Meine Wrestling-Saison ist inzwischen beendet, dafuer hat die Fussball-Saison in dieser Woche begonnen. Zusaetzlich nehme ich aber auch noch am Freestyle-Wrestling teil.

Von Zeit zu Zeit helfe ich meinem Gastvater in der Moebeltischlerei aus. Die Arbeit dort gefaellt mir sehr und ich lerne viel. Auch unternehmen wir gemeinsam mit der Gastfamilie und Freunden viele Ausfluege, z.B. haben wir die Chief Joseph Talsperre (zweitgroesstes Wasserkraftwerk der USA) angesehen, waren zu den State Finals im Wrestling in Seattle und auch spassige Aktionen - wie das Fahren mit einem Schneemobil – waren dabei. Das Wetter wird jetzt deutlich waermer und schoener, der Fruehling haelt Einzug. Im Winter war es hier doch ziemlich kalt.

Mein Tagesablauf hat sich nur insofern veraendert, dass ich nun morgens erst um 7:30 das Haus verlasse, da ich nicht mehr zum morgendlichen Wrestlingtraining gehe. Normalerweise bin ich dann um 17:30 wieder zu Hause. Montag bis Samstag wechseln sich Fussballtraining und -spiele ab. Von Zeit zu Zeit helfe ich meinem Gastvater in der Moebeltischlerei aus. Die Arbeit dort gefaellt mir sehr und ich lerne viel. Auch unternehmen wir gemeinsam mit der Gastfamilie und Freunden viele Ausfluege, z.B. haben wir die Chief Joseph Talsperre (zweitgroesstes Wasserkraftwerk der USA) angesehen, waren zu den State Finals im Wrestling in Seattle und auch spassige Aktionen - wie das Fahren mit einem Schneemobil – waren dabei. Das Wetter wird jetzt deutlich waermer und schoener, der Fruehling haelt Einzug. Im Winter war es hier doch ziemlich kalt. Mein Tagesablauf hat sich nur insofern veraendert, dass ich nun morgens erst um 7:30 das Haus verlasse, da ich nicht mehr zum morgendlichen Wrestlingtraining gehe. Normalerweise bin ich dann um 17:30 wieder zu Hause. Montag bis Samstag wechseln sich Fussballtraining und -spiele ab.


19. März ► Ein Mecklenburger als erster Mann im Staat 

Kanzlerin Angela Merkel gratuliert Joachim Gauck                         (c) Fotos (3): Tobias "ToKo" Koch

Ein Fußballspiel dauert neunzig Minuten - und eine Bundespräsidentenwahl neuneinhalb Stunden. Dachte ich bislang. Bei meiner Premiere als Wahlfrau am 30. Juni 2010 hatte ich meine Stimme nämlich gleich dreimal abgeben müssen - Feierabend war für uns, die Mitglieder der Bundesversammlung, abends um halb zehn. Dazu sollte man wissen, dass das Plenum im Reichstag immer ein angenehmer Ort ist - nun, außer bei der Präsidentenwahl. Dann wird es nämlich eng, sehr eng. Die Bundestagsabgeordneten (derzeit 620) müssen zusammenrücken, damit noch einmal genauso viele Wahlleute aus den Ländern hineinpassen. (Die "Süddeutsche Zeitung" scherzt heute übrigens: Wenn das so weitergehe und es nach der nächsten Bundestagswahl noch mehr Überhangmandate gebe und damit noch mehr Wahlleute insgesamt, dann könne im Plenum kein Präsident mehr gewählt werden - "höchstens im Stehen".) 

   

Volles Haus: die Bundesversammlung im Plenarsaal

 

Der Fraktionsaal von CD/CSU am Vorabend der Wahl

Aber gestern nun ging es ganz flott, ein Wahlgang genügte. Es dauerte nicht einmal zweieinhalb Stunden - schon war Joachim Gauck am frühen Nachmittag zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Der elfte Bundespräsident erhielt 991 von 1228 gültigen Stimmen. Dass ausgerechnet am 18. März zum ersten Mal Ostdeutscher - streng genommen: ein Nordostdeutscher, ein Mecklenburger! - zum ersten Mann im Staat gewählt wird, hat mich sehr berührt. Denn an diesem Tag vor 22 Jahren hatten sich die Menschen in der DDR von der Diktatur endgültig befreit - und eine echte Volkskammer gewählt. Einer der Abgeordneten seinerzeit: Joachim Gauck.

Ältere Nachrichten